Das Magazin | Die Deutschlandfunk-Hörtipps der Woche |
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Von Jakob Schumann, Redakteur Hörspiel Feature Radiokunst |
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Liebe Leserinnen und Leser, wir haben das Jahr 2088. Im April waren es bereits 40 Grad im Schatten, und jetzt im Juli würde sich der Privatdetektiv Galahad Singh über einen kühlen Regen außerordentlich freuen. Die Künstliche Superintelligenz, mit der die Menschheit verzweifelt versucht hat, die Folgen der Klimakatastrophe einzudämmen, kann auch nichts mehr ausrichten. Was diese Super-KI mit dem Fall um eine vermisste Krypto-Programmiererin zu tun hat und was ein Todesloop ist, erfahren Sie in unserer neuen Sci-Fi-Hörspielserie „Hologrammatica“ nach dem Roman von Tom Hillenbrand. Also: Drinks kühl stellen und Kopfhörer auf! Außerdem in dieser Ausgabe: - Wohnungsnot – Umwandlung von Bürogebäuden
- Sehnsucht – der Weg zur größeren Freundesclique
- Erfrischung – eine Saison im Berliner Wasserdorf
- „Moment mal“ – Kontext statt Clickbait auf TikTok
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| Krimi-Podcast „Hologrammatica“: Nico Holonics als Galahad Singh, Regisseurin Janine Lüttmann und Elisa Schlott als Juliette Perotte (v.l.n.r.) © N. Holonics |
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Wo steckt Juliette Perotte?
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Galahad Singhs neuester Auftrag hat es in sich: Der Privatdetektiv soll die verschwundene Programmiererin Juliette Perotte ausfindig machen. Sie war für die Verschlüsselung digitaler Gehirne zuständig und ist seit Tagen spurlos verschwunden. Was hat Juliette bei ihren Recherchen entdeckt? Ist sie untergetaucht oder wurde sie gekidnappt? Dem Tod auf der Spur Wer sich mit Privatdetektiv Galahad Singh auf die abenteuerliche Suche nach der vermissten Krypto-Expertin macht, erfährt, wie digitales Bewusstsein funktioniert, aus welchen geheimen Schichten die Welt der Hologrammatica besteht und was es mit den todesmutigen Experimenten der Deather-Szene auf sich hat. Science-Fiction trifft auf Thriller In seinem Genre-Mix „Hologrammatica“ zeichnet Bestseller-Autor Tom Hillenbrand ein spektakuläres Bild unserer Gesellschaft am Ende des 21. Jahrhunderts. Eine Welt voller technischer Innovationen, geklonter Körper und fluider Identitäten. Was ist echt? Wem vertrauen wir? Und wer kontrolliert die Zukunft?
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| Neue Wohnungen statt Leerstände © Imago/Schöning |
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Sitz-Yoga, wo früher PCs standen
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Wir sehen es alle: verlassene Bürogebäude und Ladenlokale, so weit das Auge reicht. Naheliegend – bei 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen –, daraus Wohnraum zu machen. Das Förderprogramm der Bundesregierung „Gewerbe zu Wohnen“ soll dies nun vereinfachen. Annett Hüssen hat ein Berliner Bürogebäude komplett entkernen und umbauen lassen – zu einem Heim für pflegebedürftige Menschen. Erfolgreich, aber einfach war das nicht. Anreize für den Umbauturbo Gelungene Umbauprojekte wie in Düsseldorf der Thyssenkomplex oder in Frankfurt am Main die Umwandlung der Bürostadt in ein neues Wohnviertel sind eher die Ausnahme. Reicht den Investoren der Anreiz der Bundesregierung von 30.000 Euro pro Wohnung? Josefine Schulz spricht mit einer Architektin, einer baupolitischen Sprecherin im Bundestag und einem Spezialisten für Gewerbeimmobilien. Der Teufel liegt im Detail Brandschutz, Tageslichtmenge, Frischluft, Stellplätze: Alles muss bedacht und in der Baugenehmigung formuliert werden. Nicht selten zeigen sich am Gebäude bei der Kernsanierung Asbest, Schadstoffe und Schimmel. Allein hätte sie das nicht geschafft, sagt Annett Hüssen. „Man muss ehrlicherweise in Berlin Behördenmitarbeiter haben, die das auch wollen.“
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| © picture alliance/Shotshop |
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„Ich gehöre nirgendwo dazu“ |
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Melo geht gern allein ins Café oder ins Kino. Sie lernt schnell Leute kennen und hat viele einzelne Freundschaften. Trotzdem fehlt Melo eine größere Freundesgruppe. Sie wünscht sich eine richtige Clique. Aber warum eigentlich? Was macht den Unterschied für sie?
Mehr Wir-Gefühl Der Beginn des Studiums oder die Geburt des eigenen Kindes – in Freundeskreisen finden meist Menschen in der gleichen Lebenssituation zusammen. Dahinter steht der Wunsch nach Zugehörigkeit, nach Verbundenheit. Eine Soziologin erklärt, warum Cliquen oft beständiger sind als Zweierbeziehungen. In ist, wer drin ist Nicht jeder der allein ist, ist auch einsam. „Manche Menschen brauchen das Gruppengefühl mehr als andere“, weiß Rosalie Weigand. Die Psychotherapeutin spricht in der Sendung über den Mehrwert einer Clique. Wie schaffen wir es, eine Freundesgruppe zu finden oder vielleicht auch selbst eine aufzubauen? Und wie gehen wir damit um, wenn es nicht so schnell hinhaut?
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Die persönliche Empfehlung der Woche
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Von Alexander Fleischmann, Fachkoordination Dokumentation, Dokumentation und Archive |
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Das Feature ist für mich das schönste, das originäre Radioformat. Es zeigt exemplarisch, wie viel Bild und Atmosphäre eine Tonspur erzeugen kann. Ein Beispiel dafür liefert Ralf bei der Kellen, der uns mitnimmt in ein besonderes Freibad im ohnehin schon besonderen Bezirk Berlin-Kreuzberg. Und schon sitzen wir mittendrin, zwischen Beckenrand und Pommesbude, und lauschen den unterschiedlichsten Lebensgeschichten von Menschen, die eines eint: Dieser Ort ist für sie ein Lebensgefühl. Genau das Richtige bei sommerlichen Temperaturen. |
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Diese Sendungen lohnen sich in dieser Woche live zu hören
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 | | Live aus dem Pantaleonsviertel in Köln: Suchtzentrum neben dem Pausenhof – Wie viel Drogenhilfe verträgt ein Wohnquartier? |
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 | | Nathanael Liminski, Leiter der Staatskanzlei NRW, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten (CDU), im Gespräch mit Moritz Küpper |
So., 19. Juli, 11:05 Uhr, Deutschlandfunk
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 | | Das Lyrische Quartett im Sommer 2026 – Gedichte im Gespräch: Mit Beate Tröger, Daniela Strigl, Frieder von Ammon und Birgitta Assheuer |
So., 19. Juli, 22:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
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Das ganze Programm der kommenden Woche im Überblick |
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| | Live-Podcast | „Der Politikpodcast“ live in Brandenburg an der Havel |
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| | Konzert | Grundton D – Benefizkonzerte für den Denkmalschutz: Andreas Staier (Hammerklavier), Daniel Sepec (Violine), Roel Dieltines (Violoncello) |
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| | Konzert | 426. Wartburgkonzert: Oberon Trio |
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| Neue Stimme – Korrespondentenwechsel in Bremen | Nikolas Golsch berichtet seit dem 1. Juli 2026 für Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova als Landeskorrespondent in Bremen. Er folgt auf Dietrich Mohaupt, der in den Ruhestand gegangen ist.
Golsch wurde 1997 in Hilden geboren, hat an der Technischen Universität Dortmund Journalistik und Politikwissenschaften studiert und zuvor unter anderem für die dpa und die Westdeutsche Zeitung gearbeitet. Sein Volontariat absolvierte er bei Radio Bremen, wo er zuletzt als Redakteur, Moderator und Reporter tätig war. Parallel dazu arbeitete Golsch als Moderator der „ARD Infonacht“ und als Autor für das „ARD radiofeature“.
Der 29-Jährige gewann 2019 den Helmut Schmidt Journalistenpreis in der Nachwuchskategorie für seine Recherchen zu Bodenspekulation in der Landwirtschaft, wurde 2020 vom medium Magazin als Top 30-Journalist bis 30 ausgezeichnet und erhielt 2021 den Kurt-Magnus-Preis der ARD für junge Radiotalente. |
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Weitere Bildnachweise Editorial: © Deutschlandradio/Anke Beims Geheimtipp: © privat Aus dem Haus: © Deutschlandradio
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