Weekender
| Der wöchentliche Kultur-Newsletter |
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Katrin Doerksen (Onlineredakteurin) |
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Liebe Hörerinnen und Hörer,Fluten, Wellen und Stürme liegen hinter uns – nur nicht bei den Meteorologen. Diese Woche stand die ganze die ganze Bandbreite des Naturkatastrophenvokabulars wieder hoch im Kurs, als es um die Berichterstattung über Ceuta ging. Tausende Migranten hatten versucht, über die spanische Exklave in die EU zu gelangen. |
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| © picture alliance / abaca / Europa Press
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Die Kommunikationsforschung warnt schon lange vor der verunsichernden Wirkung solcher meteorologischen Begrifflichkeiten in der Berichterstattung über Migration, und natürlich schossen auch diesmal Diskussionen und Mutmaßungen ins Kraut. Autor Friedrich Küppersbusch empfindet das als unwürdig: „Es ist noch gar nicht aufgeklärt, da liegen die politischen Reaktionen schon auf dem Tisch! Das ist mindestens Übereifer, wenn nicht etwa ein willkommener Anlass für bestimmte Agenden, die umgesetzt werden sollen.“ |
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Wie schnell Trauer in politische Empörung kippt und die Betroffenen aus dem Fokus geraten, zeigt der Umgang mit dem Anschlag auf den Berliner CSD. Weite Teile der queeren Community fühlen sich vereinnahmt und instrumentalisiert, obwohl es erst einmal vor allem Raum zum Trauern und Gedenken bräuchte. „Trauer hat viele Gesichter und Gefühle,“ sagt der Bestatter Julian Heigel. „Traurig sein und Rückzug ist eine Ausdrucksform, aber Wut auch. Oder in Verbindung gehen und miteinander lachen, eine Leichtigkeit und Solidarität beieinander zu spüren.“ |
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| © TheBarricades / PanamaFilm / Gregory Oke
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Als Person, die traditionell im Kino nach Trost und Rat sucht, bin ich froh, dass mit „Everytime“ diese Woche einer der besten Filme des Jahres startet. Er handelt von einer alleinerziehenden Mutter ( gespielt von Birgit Minichmayr), die mit dem Verlust ihrer ältesten Tochter zurechtkommen muss. Das Besondere: Der Film mutet erst fast dokumentarisch an und verlagert sich irgendwann in einen Schwebezustand, in dem man nicht mehr weiß, was noch real ist. |
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Im Interview verrät Regisseurin Sandra Wollner, wie die Phasen der Trauer sie zu dieser Herangehensweise inspiriert haben: „Oft wird so getan, als würden diese Phasen ganz ordentlich nacheinander passieren. Was mich interessiert hat, war ein Chaos, das sich über die ganze Zeit verbreitet. Im gleichen Moment kann ich trauern und akzeptieren und ich kann wütend sein.“ |
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| © IMAGO / Image Press Agency / IMAGO / Xavier Collin / Image Press Agency
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Es braucht einfach einen Moment Zeit, um innezuhalten und herauszufinden, was eine Krise mit einem macht. Vielleicht plant Popstar Ariana Grande auch genau deshalb, so kurz nach der Veröffentlichung ihres achten Studioalbums, eine Auszeit. Vom Rampenlicht, vor allem aber von den unablässigen Spekulationen der Öffentlichkeit über ihre Gesundheit und ihren Körper. „Es ist immer noch der Frauenkörper, der das Schlachtfeld für diese Debatten ist“, hält die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Lechner fest und damit sind wir direkt wieder an einem Punkt, an dem ich gleichzeitig Trauer, Wut und alles dazwischen und außerhalb spüre. Fürs Erste mache ich’s also wie Ari und nehme mir, was an einem heißen Augustwochenende ohnehin das Beste ist: ein bisschen Zeit. Herzliche Grüße Ihre Katrin Doerksen |
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| © picture alliance / imagebroker / Anastasiia Torianyk
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Was Menschen seit Jahrtausenden im Himmel suchen |
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Der Sternenhimmel fasziniert seit jeher. Er diente der Navigation und Zeitbestimmung, galt als Verkörperung einzelner Götter oder als Gottesbeweis. Sternkonstellationen sollen Lebenswege beeinflussen und das Universum soll Wünsche erfüllen. |
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| © picture alliance / AP / Sergio Florez
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Die Geschichte der Stonewall Riots und andere Buchtipps |
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Die Lieblingsbücher unserer Redakteure im August handeln von den Anfängen des Christopher Street Day, vom Trojanischen Krieg und von Freundschaften aus der Sicht eines Soziologen. Dazu ein wieder aufgelegtes visionäres Buch über globale Konflikte. |
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| © imago / Cinema Publishers Collection / Miramax
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Gegen die Moral - Bad Girls im Kino |
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Sie sind mal witzig, mal rücksichtslos, mal laut, mal leise, mal Upper-Class-Lady oder Arbeiterin. Klar ist: Von Männern lassen sie sich nichts mehr sagen. Aber wie geht es dann weiter? Hollywoods Geschichten von Frauen, die sich nicht fügen. |
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| © imago / dts Nachrichtenagentur
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Zeichnerin Ulli Lust - „Ich bin eine Steinzeit-Nerdin“ |
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Die Kunst der Eiszeit beschäftigt Ulli Lust seit 30 Jahren. Für ihr Buch „Die Frau als Mensch“ wurde sie als erste Comiczeichnerin mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet. Was interessiert sie an den Ursprüngen des menschlichen Zusammenlebens? |
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