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Hörspiel und Feature
Von Elisabeth R. Hager
Deutschlandfunk Kultur
Liebes Publikum,

ein Zufall machte die Theaterregisseurin Marie Schwesinger zur Prozessbeobachterin. Anlässlich des Gerichtsverfahrens um den Mord an CDU-Politiker Walter Lübcke 2020 wollte sie eigentlich nur erleben, wie so eine Gerichtsverhandlung formal abläuft. Doch die Machenschaften rechtsextremer Netzwerke in Deutschland ließen sie nicht mehr los, und sie begann eine Recherche, die bis heute andauert. 

In "Der Reichsbürger-Prozess", der zweiten Staffel von "Rechtsextreme vor Gericht", nimmt Marie Schwesinger uns mit zu einem der größten Staatsschutz-Verfahren in der Geschichte der BRD. Insgesamt 26 Personen sind rund um die "Reichsbürger-Gruppe Reuss" angeklagt.  Ihnen wird nichts Geringeres vorgeworfen als ein geplanter Staatsstreich. Die prominenteste Figur im Prozess ist Heinrich XIII Prinz Reuß. Offiziell ist er Immobilienmakler, aber ist er auch ein rechtsextremer Terrorist?
Der Reichsbürger-Prozess (imago /Jan Huebner)
In insgesamt sechs Folgen führt uns Marie Schwesinger immer tiefer hinein in die grosteske Welt der Reichsbürger. Die kruden Ideen der Gruppe umfassen neben der Nicht-Anerkennung der BRD und antisemitischen Stereotypen unter anderem auch den Glauben an staatlich organisierte Pädophilie. Folge für Folge schält sich das bizarre Weltbild der Gruppe deutlicher heraus. Schwesinger fragt aber auch, welche Rolle Ex-Soldaten sowie die AfD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malsack-Winkemann in der Gruppe spielten. 
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