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Denkfabrik
© WIN-Initiative/Neleman
Dr. Eva Sabine Kuntz, Koordinatorin Denkfabrik
Liebe Hörerinnen und Hörer,

Sie sollen es als Erste wissen, bevor nachher die Pressemitteilung rausgeht: Rekordverdächtige 82.135 Menschen haben an der Abstimmung zum Denkfabrikthema 2027 teilgenommen. Und sich entschieden für … Trommelwirbel, Tusch und Konfetti .... Thema Nummer drei: 

Was junge Menschen in Deutschland zu sagen haben
Mütterrente. Rentengarantie bis 2030. Kein Problem. Aber 50 Euro mehr BAföG sind nicht drin – dafür verpflichtend zur Bundeswehr! Denn die Kassen sind leer und Deutschland muss verteidigt werden. Echt jetzt? Zwischen Erbschaften und Existenzangst – wie schauen jüngere Generationen auf die Zukunft? Klar ist: Über junge Menschen wird viel geredet, statt mit ihnen. Das wollen wir ändern!

War das auch Ihr Thema? Dann Glückwunsch! Wenn Sie lieber eines der anderen Themen – neue Arbeitswelt, Heimat, Männlichkeit – vorn gesehen hätten, dann kommt hier das Versprechen: Wir werden alles dafür tun, dass Sie Ende des Jahres trotzdem sagen: Gut, dass es dieses Thema geworden ist. Es war ein streitbares und auch unterhaltsames Denkfabrikjahr, in dem wir viel gelernt haben. 

2027 gehört die Bühne also den jungen Menschen. Sozialforscher Kilian Hampel, Co-Autor der Studie Jugend in Deutschland 2025, unterstreicht in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk: „Junge Menschen haben einfach Bock auf die Zukunft.“

Frage ich allerdings die KI, was junge Menschen in Deutschland heute zu sagen haben, erhalte ich folgendes Ergebnis:

„Junge Menschen äußern sich zunehmend zurückhaltend, zeigen Frust über mangelnde Gehörsfindung und Demokratievertrauen, leiden unter psychischen Belastungen und suchen gleichzeitig nach neuer Orientierung in einer unsicheren Zukunft.“

Aha. Was denn nun? Könnte es sein, dass es sowieso grundfalsch ist, von den jungen Menschen zu reden? Immerhin gibt die KI auch zu bedenken: „Antworten können ungenau sein. Wir empfehlen dir, wichtige Fakten zu überprüfen.“

Und genau das ist unser Denkfabrik-Ziel im nächsten Jahr: jungen Menschen zuhören und mit ihnen diskutieren. Kontrovers, gerne auch streitlustig, aber immer mit Erkenntnisdrang. Damit das gelingen kann, werden wir in den kommenden Monaten viel über Formate nachdenken, in denen junge Menschen zu Wort kommen können. Und wissen Sie dabei an unserer Seite, was uns besonders freut. Denn: Nur reden hilft.

Eva Sabine Kuntz,
Koordinatorin Denkfabrik

PS. Unglaubliche 21.726 Kommentare haben Sie uns geschickt. Auch wenn wir nicht jeden einzeln werden beantworten können: Wir sortieren sie und geben sie an die zuständigen Redaktionen weiter. Versprochen.

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