Das Magazin | Die Deutschlandfunk-Hörtipps der Woche |
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Julia Rosch, Redakteurin Podcast und Storytelling |
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Liebe Leserinnen und Leser, vor vier Monaten haben wir den Podcast „Die Lieblingsschülerin“ veröffentlicht. Darin geht es um sexualisierte Gewalt an Schulen. Host Britta Rotsch erzählt in fünf Folgen die Geschichten von drei Frauen, die mit 15 Jahren in eine emotionale oder sexuelle Beziehung zu einem Lehrer geraten. Nach der Veröffentlichung füllte sich unser Postfach schule@deutschlandfunknova.de mit E-Mails: Lob, Kritik, aber vor allem Nachrichten von Frauen, die ähnliche Erlebnisse aus ihrer Schulzeit schilderten. Drei dieser Geschichten erzählen wir jetzt in einer ersten Bonusfolge, die Sie in unseren Hörtipps finden. Außerdem in dieser Ausgabe: - Grillvarianten – Es geht nicht nur um die Wurst
- Ohne Google, ohne Onlinebank – offline leben
- „Amerika verstehen“ – eine Podcastfolge als Geheimtipp
- Deutschlandfunk – die geplante Programmreform
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| © Deutschlandradio/A Color Bright |
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Sexueller Missbrauch in der Schule
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Petra (alle Namen geändert, die echten Namen sind der Redaktion bekannt) ist 15, als der Hausmeister ihrer Schule sich über mehrere Monate immer wieder mit ihr zum Sex verabredet – in den Räumen der Schule. Luise ist 14, als ihr Schulleiter sich erst ihre Probleme anhört und dann in seinem Büro eine sexuelle Beziehung mit ihr beginnt. Und Jorid zeigt nach dem Abitur den Lehrer an, der mit ihr eine sexuelle Beziehung hatte, als sie 15 war. Betroffene finden sich eklig Manche der Frauen, die uns schreiben, sind heute über 60, andere Anfang 20. Dass Lehrer sexuelle Beziehungen zu pubertierenden Mädchen eingehen, ist ein altes Phänomen. Petra, Luise, Jorid und weitere Betroffene berichten, dass sie sich deswegen bis heute schuldig und abstoßend fühlen. Weil sie den Missbrauch zugelassen haben. Auch die Schuld muss die Seite wechseln In der Bonusfolge erklärt die Diplompsychologin Julia von Weiler: „Wir alle wünschen uns in der Pubertät, dass die eine ältere Person, die wir wahnsinnig bewundern, in uns das Besondere entdeckt.“ Die Lehrer müssten verstehen, dass sie als Erwachsene verantwortlich seien für die Beziehung zu den Schülerinnen – nicht die Jugendlichen. „Wieso kriegen wir das als Gesellschaft nicht in unsere Köpfe getackert?“
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| © picture alliance/Zoonar/Ruslan Olinchuk |
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Es geht nicht nur um die Wurst
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Über offenem Feuer zubereitete Nahrung: Angeblich haben unsere Vorfahren das Grillen bereits vor zwei Millionen Jahren entdeckt. Seitdem ist einige Zeit vergangen und es reicht längst nicht mehr aus, Fleisch, Fisch oder Gemüse einfach nur auf den Rost zu legen. Plancha, Räucherchips, Salzstein, App-gesteuertes Grillthermometer – welche Gadgets werden benötigt, um das Beste aus dem Grillgut herauszuholen? Allein unter Männern Grillen verrät mehr über unsere Gesellschaft, als man vielleicht denken könnte. Es gilt immer noch als Männerdomäne. Food-Journalistin Tina Hüttl kennt das Klischee. Sie hat einen Fleisch- und Feuerkurs besucht und erfahren, worauf es wirklich ankommt. Unter anderem spielen die Fleischqualität, der richtige Cut und die gewünschte Kerntemperatur eine Rolle. Doch was hat Grillen mit Mathematik zu tun? Kein Feuer, keine Kohle Allein in Deutschland werden jährlich rund 250.000 Tonnen Kohle vergrillt, meist gekauft im Bau- oder Supermarkt. Woher kommt diese Kohle? Und wie wird Holzkohle überhaupt hergestellt? Die „Echtzeit“ hat mit Thomas Faißt gesprochen, einem der letzten Köhler Deutschlands. Außerdem in der Sendung: Wie kommt die Currywurst in Kenia auf den Grill?
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Ohne Google, ohne Onlinebank, ohne KI-Assistenten |
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Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leben als sogenannte Offliner ohne Internet. Gleichzeitig wird die Welt immer digitaler. Das stellt Gesellschaft und Politik vor Herausforderungen. „Diese Wischkästen finde ich unmöglich“ Der digitale Anschluss ist zu teuer, die Technik überfordert, Social Media machen Angst – das sind nur einige Gründe für Nichtnutzer des Internets. Die Stadt Essen will diese Menschen aber trotzdem erreichen: Zwei Mitarbeiter fahren mit dem „Bürgermobil“ dorthin, wo ihrer Erfahrung nach am ehesten Menschen ohne Netzanschluss leben. Conny und Dennis machen vieles möglich, recherchieren, schreiben Mails und helfen mit ihrem eigenen Wissen. Analoge Teilhabe – geht das noch? Im Mai haben in einer Petition des Vereins „Digital Courage“ 70.000 Menschen gefordert, dass ein analoges Leben in Deutschland möglich bleiben soll. Denn wie sollen Menschen ohne Internet sonst an Spartickets kommen oder Arzttermine vereinbaren, wenn dies nur online geht? Vertreter der Bundesregierung wollen das Problem jetzt aktiv angehen.
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Die persönliche Empfehlung der Woche
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Von Vasili Bachtsevanidis, freier Sprechcoach bei Deutschlandradio |
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„Die spinnen, die Römer!“, sagte Obelix, um die Dekadenz einer sich selbst zerstörenden Weltmacht zum Ausdruck zu bringen. Ähnlich denkt manch einer von uns, schaut man heutzutage auf die USA. Als Austauschschüler mit 15 in Michigan war es für mich persönlich eine wichtige Einsicht zu erkennen, dass die sogenannte „westliche Welt“ ein konstruierter Begriff ist, der unsere Weltordnung vereinfacht, und dass Europa und die USA grundverschieden sind. Im Gespräch mit dem deutsch-amerikanischen Historiker Volker Depkat wird dieses wundervolle, beeindruckende und uns doch so fremde Land auf besondere Weise nähergebracht und man lernt mit jeder Ausgabe des Podcasts immer mehr, Amerika zu verstehen. Meine Lieblingsfolge „Frommes Amerika“ ist ein guter Einstieg.
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Amerika verstehen. Mit Volker Depkat | | |
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Diese Sendungen lohnen sich in dieser Woche live zu hören
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 | | Performance der Bundesregierung – Was aus den Reformversprechen geworden ist
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 | | Live aus dem Humboldt Forum Berlin: Heidi Reichinnek (Vorsitzende der Fraktion Die Linke) im Gespräch mit Korbinian Frenzel |
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 | | Giuseppe Verdi: „Un ballo in maschera“ („Ein Maskenball“), Melodramma in drei Akten – Slowenisches Nationaltheater Maribor
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Sa., 11. Juli, 19:05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
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Das ganze Programm der kommenden Woche im Überblick |
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| | Konzert | 425. Wartburgkonzert: Aperto Piano Quartett |
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| | Live-Podcast | „Der Politikpodcast“ live in Brandenburg an der Havel |
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| | Podiumsdiskussion „Diskurs“ | Die Erde ist nicht genug? Visionen für das All |
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| Der Deutschlandfunk stellt sein Programm neu auf | Der Deutschlandfunk erneuert sein Sendeschema. Ab 30. November sorgen zusätzliche Hintergrundsendungen, neue Dialogformate und mehr Raum für Recherchen aus den Fachredaktionen für noch mehr Tiefe, Analyse und Einordnung. Die Informationsstrecken am Morgen, Mittag und Abend werden ausgebaut und stärker an die veränderte Mediennutzung angepasst. Gleichzeitig rückt der Austausch mit dem Publikum stärker in den Fokus. Mit der Reform will der Deutschlandfunk sein publizistisches Profil schärfen, digitale und lineare Angebote enger verzahnen und neue Zielgruppen erreichen. | |
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Weitere Bildnachweise Editorial: © Deutschlandradio/Bettina Fürst-Fastré Geheimtipp: © privat Aus dem Haus: © Deutschlandradio/David Kohlruss
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