Das Magazin | Die Deutschlandfunk-Hörtipps der Woche |
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Von Marie Sagenschneider, Abteilungsleiterin Primetime |
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Liebe Leserinnen und Leser, es war eine Freude, diese 70 selbstbewussten Schülerinnen und Schüler zu erleben, die wir zu einem Gespräch mit Angela Merkel in unser Berliner Funkhaus eingeladen hatten, im Rahmen unseres Podcasts „Merkel unplugged“. Unerschrocken fragten sie nicht nur nach Merkels Erfahrungen in einer männergeprägten Politikwelt, sondern sprachen auch über Zukunftsängste. Angela Merkel hatte sichtlich Spaß an diesem Austausch. Sie berichtete, wie sie am Anfang ihrer Karriere als Bundeskanzlerin kämpfen musste. Aber sie ermunterte die Jugendlichen auch, sich mehr einzumischen: „Ihr müsst klarer sagen, was ihr wollt. Ihr seid die Zukunft!“ Hören Sie die erste Folge hier. Drei weitere Veranstaltungen von „Merkel unplugged“ finden am 9. Dezember sowie am 17. Februar und 14. April 2027 statt. Außerdem in dieser Ausgabe: - Wo beginnt, wo endet politische Verantwortung?
- Antoni Gaudí – Der Architekt als Künstler
- Kinder und KI – Ist analog das „neue Bio“?
- Neugierig auf Kultur? „Fazit“ hören auch in der App
- Fragen an Radiomensch Eberhard Schade
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| © picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow |
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Wir müssen was tun … aber was?
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Rechtsruck, Klima- und Migrationskrise, KI-Revolution, Kriege – egal wo wir hinsehen, eines ist klar: So wie es ist, kann es nicht bleiben. Wie kann der liberale Nationalstaat Probleme lösen und sollten sich Bürgerinnen und Bürger einbringen? Wenn ja, wie? „Das Unmögliche kann man nicht leisten“ Unsere Redakteurin Simone Miller spricht in Österreich auf dem Philosophicum Lech mit Anna Schneider, Chefreporterin bei der WELT, und Stefan Gosepath, Professor für Praktische Philosophie an der Freien Universität Berlin. Sie diskutieren anschaulich, aber kontrovers über Themen wie: Wo beginnt, wo endet die Verantwortung von Staat und Individuum? Welche Rolle spielt Freiheit im Lösungsprozess? Das echte Leben kommt dazwischen Beispiel Klimawandel: Heißer ist es geworden, aber der Gedanke an die nahende Katastrophe rückt in weite Ferne. Akute Themen wie Lebenshaltungs- und Benzinkosten treten in den Vordergrund. Können wir globale Probleme auf die lange Bank schieben? Und gibt es eine Alternative zum liberalen Nationalstaat, die die Probleme besser in den Griff bekäme?
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| Antoni Gaudí © picture alliance/Imagebroker/Heinz-Dieter Falkenstein |
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Der Mann, den niemand erkannte
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Juni 1926: In Barcelona erfasst eine Straßenbahn einen alten Mann. Der Mantel zerlumpt, der Bart ungepflegt – kein Taxi will den vermeintlichen Bettler mitnehmen. Erst im Hospital der Armen erkennt man ihn: Es ist Antoni Gaudí, der Erbauer der Sagrada Família. „Mein Auftraggeber hat keine Eile“ So soll Gaudí geantwortet haben, wenn man ihm die Frage stellte, wann seine Kirche fertig sei. Eine Reaktion, die man sich leisten kann, wenn Gott der Auftraggeber ist. Erst 100 Jahre nach Gaudís Tod, am 10. Juni dieses Jahres, weihte Papst Leo XIV. den Jesus-Christus-Turm der mittlerweile höchsten Kirche der Welt. Wem gehört Gaudí? Dynamit in den Fundamenten, zerschlagene Gipsmodelle und eine Nachwelt, die mit den Scherben weiterbaut. Die „Lange Nacht“ steigt auf Dächer und geht in Gaudís Krypten, hört einen Chefarchitekten, Biografen, Theologen und Mosaikkünstler. Und fragt: Wem gehört sein Vermächtnis heute?
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| Ein Begleitroboter, IFA 2026 © picture alliance/DZBA/Jonas Lohrmann |
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Erkältungen gehen weg, KI bleibt |
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Füttere ich zuerst Möhren zu? Welches Medikament gebe ich bei welchem Infekt? Eltern von Kleinkindern treiben mittlerweile auch andere Fragen um: Wie beeinflusst der Umgang mit KI die Entwicklung meines Kindes? Wie sieht seine Zukunft aus, in der es von Chatbots nur so wimmelt? Ist Aufwachsen ohne KI das neue Bio? In den ersten drei Jahren werden 85 Prozent des physischen Gehirns eines Babys gebaut, so Dana Suskind, Professorin an der Universität Chicago. Kommuniziert ein Kleinkind während der sensiblen Phase seiner Entwicklung überwiegend mit KI statt mit Menschen, besteht die Gefahr von Defiziten bei sozialen und emotionalen Fähigkeiten.
Schnellstmöglich handeln Ingrid Stapf forscht zu Kommunikations- und Medienethik mit dem Fokus auf Kinderrechten in digitalen Umwelten. Sie sucht nach Wegen, wie wir mit KI leben und auch mit KI erziehen können. Mehr Hintergrundwissen – auch zu den Themen Digitale Brieftasche und Gefahren durch App-fähige Fernseher – gibt es in diesem Beitrag.
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Die persönliche Empfehlung der Woche
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Von Thorsten Jantschek, Redakteur „Hörspiel Feature Radiokunst“ |
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„Nehmen wir noch einen Drink?“ – „Nee, hier ist es zu laut, lass mal nach Hause gehen, ‚Fazit‘ hören!“ – So etwas kommt vor. Kurz nach dem Theater schnell noch was trinken, dann „Fazit“ hören. Live im Radio, bei Deutschlandfunk Kultur. Und gleich wissen, wie etwa André Mumot die Eröffnungspremiere „House of Hopes“ von Rimini Protokoll an der Berliner Volksbühne fand. Das könnte man ja auch nachhören im Netz, oder eine Stunde später im Deutschlandfunk. Aber die verdammte Neugierde! Und auch, weil ich von diesem verlässlichen Kompass durch die Kulturwelt am späten Abend nicht genug bekommen kann. Mumot fand die Inszenierung übrigens eine „Sternstunde des Theaters“. Wie toll! |
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Diese Sendungen lohnen sich in dieser Woche live zu hören
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 | | ADHS bei Erwachsenen: Wie eine Diagnose das Leben verändert |
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 | | Debüt im Deutschlandfunk Kultur: David Khrikuli (Klavier), Geneva Lewis (Violine), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Leitung: Riley Court-Wood |
Fr., 23. Oktober, 20:00 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
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 | | Am Mikrofon: der Jazz-Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer |
Sa., 24. Oktober, 10:05 Uhr, Deutschlandfunk
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Das ganze Programm der kommenden Woche im Überblick |
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| | Gespräch | Studio LCB – Gäste: Ulrike Sterblich, Klaus Lederer, Cornelius Reiber |
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| | Kabarett, Talk & Musik | Zingsheim braucht Gesellschaft – Gäste: Eva Eiselt, Nils Heinrich, Simon & Jan |
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| | Live-Podcasts | „Über Schlafen“ und „Hörsaal“ live auf dem Silbersalz Festival |
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Lernen Sie die Macherinnen und Macher der Deutschlandfunk-Programme näher kennen. Was treibt sie an, wer sind sie? |
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| Eberhard Schade, Redaktionsleiter Zeitgeschehen | Wenn Ihr Leben ein Radioprogramm wäre – wie hieße die aktuelle Sendung? Mittendrin (mit manchmal Rücken).
Wen würden Sie gerne einmal interviewen und warum? Jodie Foster. Ehrlich gesagt, einfach nur, um sie zu treffen.
Welches berufliche Missgeschick ist Ihnen mal passiert, über das Sie heute lachen können? Die Pause-Taste gedrückt gehalten, als mir Ursula von der Leyen erlaubt hatte, sie dabei aufzunehmen, wie sie nach einem Abendtermin um Mitternacht sich noch ins Fitnessstudio hat fahren lassen.
Was war ihr perfekter Radiomoment? Als Ursula von der Leyen am nächsten Morgen zu mir sagte: Dann nehmen wir das jetzt eben noch mal genau so auf.
Was macht Ihnen heutzutage Mut? Meine drei tollen Kinder und deren Freunde. |
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Weitere Bildnachweise Editorial: © privat Geheimtipp: © Deutschlandradio/Bettina Straub Aus dem Haus: © privat
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