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Das Magazin
Die Deutschlandfunk-Hörtipps der Woche
Rahel Klein und Stefan Koldehoff, Hosts von „Tatort Kunst“
Liebe Leserinnen und Leser,

entführte Van Goghs, gestohlenes chinesisches Porzellan, NS-Raubkunst und vieles mehr: In unserem Podcast „Tatort Kunst“ decken wir seit 2023 True-Crime-Fälle auf, über die die Kunstwelt nicht so gerne spricht. Derzeit arbeiten wir an neuen Fällen. Vorher nutzen wir die Zeit für Sie und Ihre Fragen. Wollten Sie immer schon mal wissen, wie oft Van Gogh Stefan schon im Traum begegnet ist? Oder welches Kunstwerk Rahel klauen würde, wenn sie die Seiten wechseln müsste? Oder wo wir unsere Geschichten finden? Bitte schreiben Sie uns bis zum 4. Oktober an tatortkunst@deutschlandfunk.de. Antworten gibt es bis Ende des Jahres im Podcast.  

Außerdem in dieser Ausgabe:
  • „So isser, der Ossi“ – Berichterstattung unter der Lupe
  • Per Zufall Liebe – falsch verbunden, richtig verliebt
  • Obdachlosigkeit – Europas Ziele und die Umsetzung
  • Wie 9/11 das Leben eines Muslims in den USA verändert hat
  • Shida Bazyar erhält den Wilhelm Raabe-Literaturpreis
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Die Drei
Hörtipps der Woche
© picture alliance/Imagebroker/street news
Ostdeutschland: blau, abgehängt, anders? 
Das stereotype Negativbild von Ostdeutschland hält sich seit mehr als 35 Jahren. Nach den jüngsten Wahlergebnissen wird nun entschlüsselt, wie die AfD so viele Stimmen auf sich vereinen konnte. Das Feature von Ralf Gerstenberg, bereits kurz vor den Wahlen ausgestrahlt, gibt aufschlussreiche und weiterführende Antworten.
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„So isser, der Ossi“
Nach dem Ausverkauf der DDR-Regionalzeitungen blieben die überregionalen Leitmedien wie SZ, FAZ, Spiegel und Die Zeit weiterhin in Westdeutschland angesiedelt. Die Leserschaft im Osten erreichen sie nach wie vor kaum. Ein Grund dafür ist, dass über viele brennende Themen in Ostdeutschland zu selten Journalistinnen und Journalisten von vor Ort berichten – und damit Perspektiven jenseits westdeutscher Deutungsmuster fehlen. 
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Die Schule des politischen Sehens
Simon Strauß, Autor und Journalist, arbeitet in seinem Buch „In der Nähe“ die ostdeutsche Sehnsucht nach Verhandlung vor Ort, nach Unmittelbarkeit heraus. Dieses Gefühl des Nicht-Gesehenwerdens nutzt die AfD mit bürgernahen Kontakten und ihren Verheißungen politisch für sich. Wie könnte eine demokratiefördernde Gegenoffensive aussehen?
 
© picture alliance/Westend61/Andreas Pacek (Symbolbild)
Ins Glück verwählt
Diese Folge von „Plus Eins“ hinterlässt Glücksgefühle – nicht nur bei den Protagonisten. Am Anfang der Geschichte sitzt Reiseleiterin Christina am Silvesterabend am Strand von Teneriffa, will einen alten Bekannten anrufen und verwählt sich: Nach Auflösung des Missverständnisses bleibt es nicht still in der Leitung. 
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Die Jahre sind gezählt
Aus einer zufällig entstandenen Freundschaft kann vielleicht Liebe werden. Doch dafür müssten sich die beiden erst einmal begegnen. Bis das passiert, gehen weitere Jahre ins Land: mit Telefonaten, beruflichen Entwicklungen, Scheidungen.
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Am Ende vermählt?
Die Geschichte von Christina und Uwe ist keine Soap oder eine Reportage über Zufälle. Sie ist eine reflektierte Geschichte von zwei Menschen mit unterschiedlichen Lebensläufen, ähnlichen Charakteren und wichtigen Erkenntnissen darüber, worum es in einer Beziehnung eigentlich geht. 
 
© picture alliance/Jochen Tack
„Wohnst du noch oder lebst du schon?“
Der IKEA-Werbespruch könnte auch falsch verstanden werden: Das eigentliche Leben beginnt erst nach dem Wohnen? Ein Hohn für alle Obdachlosen. Die Zahl der Menschen, die auf der Straße leben und schlafen, wächst. Die EU-Kommission hat sich 2021 das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Obdachlosigkeit bis 2030 abzuschaffen. Nationale Pläne gibt es seitdem viele, doch ohne vergleichbare Daten kann eine Aktion auf EU-Ebene nicht gelingen.
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Obdachlose in Ost- und Westeuropa
Was heißt eigentlich Obdachlosigkeit? Meint man nur die Menschen, die ganz auf der Straße leben? Und wie lassen sich diese statistisch erfassen? Das Monitoring von Professor Koen Hermans von der Katholischen Hochschule im belgischen Leuven brachte nicht nur eine Definition und Vergleichszahlen. Eines der weiteren Ergebnisse: Betroffene in Osteuropa sind deutlich älter, in Westeuropa haben viel mehr Obdachlose einen Migrationshintergrund.
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Klingt alles ein bisschen märchenhaft 
Finnland gilt als Vorreiter bei der Bekämpfung von Obdachlosigkeit. Statt erst zu therapieren oder clean zu werden, bekommen die Betroffenen zunächst eine Wohnung mit psychologischer Betreuung. Die Zahlen sprechen für sich, die Erfolge sind eindeutig. Wie entwickeln sich ähnliche Pilotprojekte in Deutschland? Wie lässt sich überhaupt bezahlbarer Wohnraum finden? Was wünschen sich Obdachlose von unserer Gesellschaft?
 
Mein Geheimtipp
Die persönliche Empfehlung der Woche
Von Martin Hyun, Deutschlandradio-Diversitätskoordinator
„Wie 9/11 das Leben eines Muslims in den USA verändert hat“ von Nadia Sattar hat mich persönlich sehr berührt. Sie erzählt die Geschichte von Rais Bhuiyan, dem nach den Anschlägen des 11. September von einem weißen Rassisten aus nächster Nähe mit einer Schrotflinte ins Gesicht geschossen wurde, was er nur knapp überlebte. Es ist zugleich eine außergewöhnliche Geschichte über Vergebung und darüber, was menschliche Begegnung bewirken kann.

Am 11. September 2001 studierte ich selbst in den USA und lebte mit saudi-arabischen Kommilitonen in einer Wohngemeinschaft. Ich erinnere mich noch gut daran, wie schnell unsere bis dahin unbeschwerte Zeit vorbei war. Mich hat deshalb besonders die Perspektive dieses Beitrags beschäftigt: Wie verhindern wir, dass aus der Angst vor den Taten Einzelner der Verdacht gegen Millionen wird? Nadia Sattars Beitrag erweitert unseren Blick auf den 11. September und macht eine Geschichte hörbar, die in unserer Erinnerung an diesen Tag leicht übersehen wird.
 
Ausblick
Diese Sendungen lohnen sich in dieser Woche live zu hören
Logo der Deutschlandfunk-Sendung "Interview der Woche" 
Hendrik Wüst, CDU, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, im Gespräch mit Jonas Panning
So., 27. September, 11:05 Uhr, Deutschlandfunk
Logo der Deutschlandfunk-Sendung "Lebenszeit" 
Deutsche Einheit? Wie Verständnis wachsen kann
Sendung mit Hörerbeteiligung
­Fr., 2. Oktober, 10:08 Uhr, Deutschlandfunk
Logo der Deutschlandfunk Kultur-Sendung "Konzert" 
chor.com 2026 – live aus der Leipziger Thomaskirche
Sa., 3. Oktober, 20:00 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
Das ganze Programm der kommenden Woche im Überblick
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Veranstaltungen
   
Live-Sendung
Studio 9 – Live aus dem Humboldt Forum: Juristin Frauke Brosius-Gersdorf im Gespräch mit Korbinian Frenzel
Mi., 30. September, 11:45 Uhr, Berlin
Teilnahme per Teams möglich – nähere Informationen
   
Gespräch
Lange Nacht der tschechischen Literatur – Ein Land an der Küste
Do., 1. Oktober, 19:00 Uhr, Köln
Nähere Informationen
   
Konzert
Grundton D – Benefizkonzerte für den Denkmalschutz: Chouchane Siranossian, Violine
So., 11. Oktober, 16:00 Uhr, Roßleben-Wiehe
Nähere Informationen
 
 
Aus dem Haus
 Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2026 
Dieses Jahr geht der begehrte Literaturpreis an die deutsche Schriftstellerin Shida Bazyar für ihren Roman „Die Lücken“. Die Auszeichnung wird von Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig gestiftet und ist mit 30.000 Euro dotiert.  
Aus der Begründung der Jury: „Shida Bazyar entfaltet in ‚Die Lücken‘ ein Panorama deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts. Eine fiktive, der Wirklichkeit dabei unverkennbar verwandte Ortschaft im Hunsrück wird in diesem Roman zum exemplarischen Schauplatz individueller Verstrickungen in die Verbrechen des Holocausts und einer schleichenden Normalisierung von Antisemitismus, Entrechtung und Ausgrenzung, die sich bis in die Gegenwart fortschreibt.“
Der Digitalkanal Deutschlandfunk Dokumente und Debatten überträgt die Preisverleihung am Samstag, 7. November, 15:30 Uhr, live im Radio und in der Deutschlandfunk App. Eine Aufzeichnung ist am 28. November ab 20:05 Uhr im Deutschlandfunk zu hören.
 
Weitere Bildnachweise
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Intro: © Deutschlandradio/Jann Höfer
Geheimtipp: © Deutschlandradio/Christian Kruppa
Aus dem Haus: © Tabea Treibel
 
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Hörtipps der Woche
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