Das Magazin | Die Deutschlandfunk-Hörtipps der Woche |
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Von Josephine Schulz, freie Moderatorin „Campus & Karriere“ |
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Liebe Leserinnen und Leser, Kinder träumen groß. Sie wollen Astronautin, Erfinder oder Profifußballerin werden. Aber ob sie ihre Zukunftspläne verfolgen können, hängt stark von gesellschaftlichen Bedingungen ab. Welche Rechte und Chancen brauchen Kinder für einen guten Start ins Leben? Eine passende Frage an diesem Sonntag, dem Weltkindertag, die wir in der Sendung zum neuen PISA-Schock in „Campus & Karriere“ beantworten. Klar ist: Ohne gute Bildung geht nichts. Außerdem in dieser Ausgabe: - Waffen statt Autos – Zukunftsszenario für die VW-Werke
- Ungewöhnlicher Aufstieg – Verdrängt Indien Deutschland?
- Lehrer und Influencer – Was „Herr Reff“ zu sagen hat
- „Dlf Nova auf die Eins“ – Zehn Minuten Erzählzeit für Sie
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| © picture alliance/Zoonar/Robert Kneschke |
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PISA-Schock – Wie wir von den Besten lernen können
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Eine estnische Schülerin verbringt ein Austauschjahr in Deutschland. Sie ist irritiert: Warum werden hier im Deutschunterricht so wenig Bücher gelesen? Aus ihrer Sicht ist der Unterricht in Deutschland viel zu leicht. Estland gehört zu den Spitzenreiter-Ländern bei der neuen PISA-Studie, genauso wie Japan und Singapur. Ein Lehrer, der all diese Länder bereist hat, erzählt, wo der Schlüssel zum Erfolg liegt. Kein Kind zurücklassen – ein gebrochenes Versprechen? Der erste PISA-Schock liegt mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Der zweite kam jetzt: Es ist trotz Reformen nicht gelungen, Kindern aus bildungsfernen Familien mehr Chancen zu geben. Die soziale Schere beim Bildungserfolg in Deutschland ist sogar noch größer geworden. In anderen Ländern hat sie sich verkleinert. Lernen ist cool Keine Gutenachtgeschichte, kein Besuch im Puppentheater. Stattdessen wischen Kinder schon früh übers Smartphone oder Tablet. Schule muss dann erstmal zum Lernen motivieren und zeigen: Lesen kann Spaß machen. Wie sich Kinder und Jugendliche sogar für Bruchrechnung und Kurvendiskussion begeistern lassen, davon erzählen Mathematiker in der Sendung.
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| Rotes Warnlicht bei VW in Zwickau © Imago/Chris Emil Janßen |
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Tschüss Auto, hallo Drohne? |
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Im VW-Werk in Osnabrück sollen keine PKWs mehr vom Band rollen. Künftig wird hier der israelische Rüstungskonzern Rafael produzieren. „Entweder wir entwickeln uns jetzt in den Defense-Bereich oder wir schließen diesen Laden hier ab …“, so Stephan Soldanski, Gewerkschaftschef der Osnabrücker IG Metall. 2030 = 100.000 Stellen weniger Europas größter Autobauer hat wegen der starken Einbußen ein riesiges Sparprogramm auf den Weg gebracht. Für Deutschland bedeutet das: Über den großen VW-Werken in Zwickau, Hannover, Neckarsulm und Emden hängt das Damoklesschwert. Auch eine ethische Frage Die Belegschaft will mehr über den konkreten Rüstungsauftrag wissen, sollte die Rüstungsindustrie auch die Hände nach den anderen VW-Standorten ausstrecken. Doch die meisten Investoren schrecken zurück: Niemand braucht so große Werke mit so viel Personal. Kommt doch noch Hilfe aus der Privatwirtschaft oder muss das jeweilige Bundesland – wie im Fall Osnabrück – unterstützen?
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| © picture alliance/Westend61/Giorgio Fochesato |
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„Indien atmet uns quasi in den Nacken“ |
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Bis 2030 will Indien Deutschlands Platz drei im Volkswirtschaftsranking streitig gemacht haben. Samira Sultan, Ökonomin am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, weiß: Indien mag jetzt eine der schnellst wachsenden Volkswirtschaften sein, aber bei diesem großen Land ist immer ein Stück weit Vorsicht geboten. Der Wirtschaftskrimi des Jahrzehnts Während die Wirtschaft in Ländern wie China, Südkorea und Vietnam immer mehr an Fahrt aufnahm, war Indien 1991 pleite. Die Lösung kam in der Not: Die enorm hohen Zölle wurden heruntergefahren, ausländische Firmen durften endlich rein ins Land. In welchem Sektor macht Indien heute sein großes Geld? Wie unterscheiden sich die Angebote von denen der anderen Aufsteigerländer? Das Buffet ist eröffnet Indien mischt jetzt geschickt in der Weltwirtschaft mit. Es ist Teil der BRICS-Länder, es hat ein Sicherheitsabkommen mit den USA und – voraussichtlich ab 2027 – ein Handelsabkommen mit Europa. Dabei verfolgt das Land eine Politik der strategischen Autonomie: Aus den verfügbaren Angeboten wird gewählt, was von Vorteil ist – ohne äußeren Druck.
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Die persönliche Empfehlung der Woche
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Von Thomas Fuchs, Redakteur Abteilung Hintergrund Kultur und Politik |
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Gute Gespräche brauchen Zeit. Und Menschen, die nicht nur interessante Fragen stellen, sondern auch zuhören können. Darum mag ich das Format „Im Gespräch“. Denn es lässt seinen Gästen den Raum, Gedanken zu entwickeln, Umwege zu nehmen und manchmal an Stellen anzukommen, die zu Beginn noch gar nicht abzusehen waren. Besonders gern höre ich die Gespräche von Tim Wiese, dessen Art zu fragen und zuzuhören ich sehr schätze. Ein schönes Beispiel ist seine Begegnung mit dem Berliner Lehrer und Influencer „Herr Reff“. Es geht um Schule und Mobbing, um Unterricht auf Augenhöhe, aber auch um die eigene Schulzeit und persönliche Erfahrungen. Für mich eine jener Sendungen, bei denen man eigentlich nur kurz hineinhören wollte – und dann doch bis zum Ende dabeibleibt.
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Diese Sendungen lohnen sich in dieser Woche live zu hören
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 | | Schlaganfall: vorbeugen und schnell behandeln |
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 | | Live aus dem Humboldt Forum Berlin: Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein, im Gespräch mit Korbinian Frenzel |
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 | | Live aus der Oper Köln: Richard Strauss „Der Rosenkavalier“, Komödie für Musik in drei Aufzügen op. 59, Libretto: Hugo von Hofmannsthal |
So., 27. September, 15:00 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
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Das ganze Programm der kommenden Woche im Überblick |
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| | Live-Sendung
| 1001 Nacht – LIVE! |
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| | Gespräch | Lange Nacht der tschechischen Literatur – Ein Land an der Küste |
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| | Live-Podcast vom „b° future festival“ | „Systemfragen“ vor Ort: Damals Hype, jetzt Nische? Wieso Forschung zur Corona-Pandemie kaum interessiert |
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| Publikumsaktion – Deutschlandfunk Nova verschenkt Sendezeit | Ihre Lieblingsband gehört ins Radio? Über Ihren Job wird nie gesprochen? Sie sind bei einem Thema voller Leidenschaft? Erzählen Sie uns davon – „Deutschlandfunk Nova auf die Eins“ macht es möglich und verschenkt Sendezeit. Hörerinnen und Hörer können sich für zehn Minuten On Air bewerben. Zu gewinnen gibt es auch noch ein Digitalradio. | |
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Weitere Bildnachweise Intro: © Deutschlandradio/Christian Kruppa Geheimtipp: © Deutschlandradio/Christian Kruppa Aus dem Haus: © Deutschlandradio
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